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Albert Camus


Die Hospizidee ist das „Herz“ des Wilhelminen-Hospizes. Sie geht auf Cicely Saunders zurück, die Begründerin der modernen Hospizbewegung. Ideengeschichtlich schließt die Hospizidee an weitaus ältere Traditionen an. Gastfreundschaft und Mitmenschlichkeit sind in der jüdischen, islamischen und auch in der christlichen Kultur bedeutungsvoll.

Die moderne Hospizbewegung folgt dem Leitgedanken der absichtslosen Gastfreundschaft für sterbende Menschen und ihre Angehörigen, unabhängig von persönlichen Eigenschaften wie Geschlecht, Herkunft, Status oder Religion.
  
Das Spenden von Ruhe und Aufmerksamkeit, Hilfe und Trost steht dabei im Mittelpunkt. Das Menschenbild der modernen Hospizbewegung berücksichtigt alle Dimensionen des Lebens: die körperlichen, psychischen, spirituellen und die sozialen. Sie alle werden wahr- und ernst genommen.
Vor diesem Hintergrund wird das Sterben nicht als Krankheit, sondern als Teil des Lebens verstanden.
Wir knüpfen an diese Leitgedanken an und machen sie für die Menschen in Niebüll, Nordfriesland und darüber hinaus lebendig. Unser Ziel ist es, Menschen am Lebensende und in ihrer Not nicht alleine zu lassen. Dafür gestalten wir ein geborgenes Umfeld und orientieren uns an den Wünschen und Bedürfnissen der Gäste. Die hospizliche Haltung schließt aktive Sterbehilfe aus.

  
Die Hospizarbeit in Niebüll ist aus der Bürgerschaft entstanden. Sie gründet auf dem tatkräftigen, finanziellen und ideellen Engagement von Bürgerinnen und Bürgern, die sich der Sorge für schwerstkranke, sterbende Menschen und ihrer Familien und Freunde angenommen haben. Diesen bürgerschaftlichen Charakter pflegen und stärken wir. Unser Ziel ist es, dass möglichst viele Menschen sagen können: „Das ist unser Hospiz!“.

 

Die Mitarbeitenden und Engagierten sind ein Team aus Pflege, Hauswirtschaft, Sozialer Arbeit, Ehrenamt, Seelsorge und Anderen.
  
Alle bringen ihre eigene Kompetenz in die Begleitung und Versorgung ein.
Wir verstehen uns als Teil eines regionalen Netzwerkes, das sich für Menschen am Lebensende und die Hospizkultur vor Ort einsetzt. In dieses Netzwerk sind Arztpraxen, Therapeuten, Kirchengemeinden, Apotheken, Krankenhäuser und mehr eingebunden.

Wir bieten schwerkranken, sterbenden Menschen, ihren An- und Zugehörigen sowie allen, die im Umgang mit Tod, Trauer und Verlusten Rat suchen, unsere Unterstützung an. Wir sind da für alle, die es brauchen.

 

Unser Angebot besteht aus stationären und ambulanten Hilfen. Das stationäre Hospiz versorgt und begleitet Gäste, bei denen eine häusliche Versorgung nicht mehr möglich ist. Der ambulante Hospizdienst begleitet Sterbende und ihre Angehörigen zu Hause, in Pflegeheimen, in Krankenhäusern, in weiteren Einrichtungen und im stationären Hospiz. Zudem bieten wir sowohl eine Trauerbegleitung für Erwachsene als auch die Arbeit für Kinder, Jugendliche und Familien an.

Diese unterstützt bei Fragen im Umgang mit Sterben, Tod und Trauer. Die Inhalte sind in den jeweiligen Konzepten näher beschrieben.


Unsere Arbeit ist von Respekt und Wertschätzung getragen und folgt damit der Grundhaltung der Hospizarbeit. Diese Haltung bezieht sich nicht nur auf unsere Gäste, deren Angehörige und Freunde und auf Kooperationspartner, sondern auch auf alle Mitarbeitenden. Sie schließt uns selbst mit ein. Diese Haltung hilft gerade dann, wenn Situationen herausfordernd werden.

Unserer Ansicht nach ist es professionell, sich verunsichern zu lassen. Kommunikationsformate wie Teamsitzungen, interdisziplinäre Übergaben, Supervisionen, Fallbesprechungen, Qualitätszirkel, aber auch der kurze Austausch zwischendurch
unterstützen uns, eine Kultur der Achtsamkeit und Fürsorge, des Wohlwollens und der Offenheit zu schaffen.



Romano Guardini


Unsere Art zu arbeiten zeigt, dass unser Leitbild gelebt wird.
Es ist für alle Mitarbeitenden verbindlich.


März 2018

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